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Elefanten
Wir sind gross und mächtig. Unsere Rasse existiert schon sehr lange auf diesem Planeten. Einst gab es sehr viele von uns. Wir sind intelligent. Unsere Sprache ist sehr komplex und für die Tiere auf zwei Beinen, die uns das Leben so schwer machen, nicht verständlich. Wir empfinden Freude und Trauer, Glück und Schmerz. Wir sind sehr gross und haben viel Hunger. Wir sind friedliche Wesen und tun keinem etwas zuleide. Unsere Ernährung ist vegetarisch.

 

Elefanten

Wir sind jetzt sehr traurig. Unser Lebensraum schwindet dahin und es ist kaum noch genügend übrig, um unsere Bäuche zu füllen. Man wirft mit laut krachendem Feuerwerk und Steinen nach uns. Man schiesst Löcher in unsere dicke, aber empfindliche Haut. Das schmerzt und macht uns verrückt. Einige unserer Artgenossen werden jetzt böse. Sehen die Zweibeiner als Ihre Feinde und töten. Niemals vorher mussten wir töten.

Haben wir kein Recht mehr, auf diesem Planeten zu leben?

 

Neuere Forschungen in West Bengalen (Indien) haben gezeigt, das Elefanten Ihr Verhaltensmuster ändern. Sie sehen den Menschen als Feind.

Als Naturliebhaber gibt es kaum ein grösseres Erlebnis, als eine Herde wilder Elefanten - die imposantesten Landlebewesen der Welt, vor sich zu haben.

Die Elefanten in Zentral Afrika werden jedoch nach wie vor wegen deren Stosszähne unbarmherzig gejagt. Ein weiteres grosses Problem ist der Verzehr und der Handel mit Bushmeat. Davon besonders hart betroffen ist der Waldelefant.

In Süd Afrika konnten sich die Populationen etwas erholen, da aber der Lebensraum nicht mehr zur Verfügung steht wurden hier die Elefanten wieder zum Abschuss freigegeben.

Die Situation in Zentral Afrika ist hingegen sehr kritisch. Nur noch in wenigen Nationalparks kann man auf grössere Elefantenherden treffen.

Elefanten in Sri Lanka

Der Elefant in Sri Lanka ist die grösste asiatische Unterart, Elephus maximus, dabei aber etwa ein Drittel kleiner als sein afrikanischer Verwander.

Die Briten sahen das abschiessen von Elefanten als einen Sport und alleine das kostete unzähligen Elefanten das Leben. Auch heute noch ist das Töten eines Elefanten für einige Menschen offenbar eine grosse Tat.

Elefanten wurden als Plage für die Landwirtschaft bezeichnet und Bauern sogar mit Gewehren ausgestattet um sie weiter zu dezimieren. Es wurden gar Honorare für Abschüsse bezahlt.

In den Bergregionen Sri Lankas wurden sie wegen des Tee- und Kaffeeanbaus nahezu komplett ausgelöscht.

Elefanten

Die Elefanten Populationen in Asien sind in den letzten Jahren stark geschwunden. Hauptursachen sind die Überbevölkerung und die damit verbundene Vernichtung des natürlichen Lebensraumes sowie der stetige Konflikt mit den Farmern.

Trotz stark geschwundener Populationen kann man in Sri Lanka an einem guten Tag hundert oder mehr Elefanten an einem Punkt versammelt sehen. Ein wahrhaft beeindruckendes Erlebnis.

Mit dem Beginn der Britischen Herrschaft in Sri Lanka wurde die gesamte Elefantenpopulation stark dezimiert.

Im Jahre 1800 wurde die Population auf ca. 12.000 – 14.000 Elefanten geschätzt. 1920 betrug die Anzahl dann nur noch 7000 - 8000 wild lebende Tiere und 1999 wurden lediglich noch 4000 Elefanten geschätzt. Heute leben noch etwa 2500 bis max. 3000 Tiere - und sie werden täglich weniger.

Früher war Sri Lanka mit Regenwald bedeckt. Davon ist praktisch nichts mehr übrig. Der Sinharaja Nationalpark ist heute der einzig nennenswerte Regenwald. Obwohl von der UNESCO geschützt, ist er zu klein, um Tieren wie dem Elefanten oder auch den Gibbonaffen eine Heimat zu bieten. Die Gibbons in Sri Lanka sind demzufolge ausgestorben. Die Elefanten Sri Lankas leben in den Steppen und Savannenlandschaften.

Elefant

Weniger als 10% der männlichen asiatischen Elefanten tragen Stosszähne. Diese sind natürlich durch Wilderei besonders gefährdet, was dazu führt, dass sich die Gene von männlichen Elefanten ohne Stosszähne auf unnatürliche Weise durchsetzen. Immer weniger Tusker (Elefant mit Stosszähnen) sind in Sri Lankas freier Natur anzutreffen.

Bei afrikanischen Artgenossen sind auch die weiblichen Tiere mit Stosszähnen ausgestattet.

In den letzten Jahren hat sich die Situation der grauen Riesen weiterhin dramatisch verschlechtert. Der Krieg fordert seine Opfer auch unter den Elefanten. Sie werden durch Land- und Claymore-Minen verletzt und getötet. Touristen, die sonst Finanzen in die Nationalparks gebracht haben, bleiben aus.

Grossprojekte der Regierung haben Umsiedlungsprogramme für Elefanten zum Ziel. Die Tiere werden des Nachts betäubt und per LKW in andere Gegenden verfrachtet. Sie wachen total konfus im neuen Lebensraum auf. Da die Populationen in den, meist mit Elektrozaun abgesperrten, Gebieten zu hoch sind, bekämpfen sie sich gegenseitig.

Die umgesiedelten Elefanten wissen nicht, wo die Wasser- und Futterstellen zu finden sind. Durch Futtermangel kam es in den letzten Jahren deshalb sogar zu Elefantensterben. Die Tiere verhungern. Die geschwächten Tiere werden ausserdem anfällig gegen Krankheiten, was für eine weitere Dezimierung sorgt, vor allem bei Jungelefanten.

Elefanten

Dies ist auch in Sri Lanka zu spüren. Die meisten Elefanten haben Kontakte zu Menschen, die oftmals tötliche Folgen für die Elefanten haben. Die Tiere wissen das, da Elefanten über ein sehr gutes Gedächtnis verfügen.

Normalerweise sind sie recht friedlich und lassen sich kaum aus der Ruhe bringen.

Versteht man die Körpersprache, kann man das Verhalten der Tiere einschätzen. Besonders die Bullen sind in der Paarungszeit recht aggressiv, Elefantenkühe beschützen Ihre Babys, zumal diese wissen, dass vom Menschen Gefahr ausgeht. Das hat bereits zu vielen Opfern geführt.

Tusker

Der Elefant mit den grossen Stosszähnen lebt nicht mehr. Auch er wurde Opfer der Menschen. Mit dem grossen stolzen Tusker hatte ich drei Foto Shootings, bei denen ich dem grauen Riesen sehr nahe kommen konnte. Er wurde von einem bewaffneten Homeguard "versehentlich" erschossen. Selbst Rettungsversuche des Sri Lanka Wildlife Department konnten das qualvolle Ende des Elefanten nicht verhindern.

Der tote asiatische Elefant auf dem Foto wurde aus reiner Mutwilligkeit im Morgengrauen erschossen. Auch er war nicht sofort tot sondern starb langsam und qualvoll über mehrere Stunden.

Elefant

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Bitte lesen Sie auch den Report "Bushmeat" & den Report "Die letzten grossen Menschenaffen"

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